Bei der Einrichtung einer neuen Abteilung oder dem Wunsch nach Transparenz in Bezug auf die finanzielle Wirkung der Beiträge ist eine entsprechende Analyse erforderlich. Diese kann grob oder detailliert erfolgen. Letztlich gibt sie Auskunft über den Deckungsgrad der Ausgaben aus den Beiträgen.
Beitragskalkulation - Wozu? Beiträge sind doch bekannt und für eine Beitragserhöhung; ich muss nur wissen, wie viel Geld ich mehr brauche. Eine Beitragskalkulation dient zur
Grobe Beitragskalkulation
In einer einfachen Form lässt sich die Beitragskalkulation mit Hilfe der Beitragssumme des vergangenen Jahres vornehmen. Die Summe wird durch eine für das gleiche Jahr repräsentative Mitgliederzahl geteilt.
Um jedoch im Sinne der Finanztransparenz bessere Informationen zu erhalten, bedarf es einer genaueren Betrachtung der einzelnen Kosten.
Detaillierte Kostenaufgliederung
Die Beitragskalkulation beruht auf einer Aufgliederung der Kosten des Vereinsbetriebes, wie sie sich z. B. im vorherigen Wirtschaftsjahr ergeben haben. Folgende Positionen können unterschieden werden:
Zu beachten ist, dass für Positionen wie Gebäude und Geräte neben den Betriebskosten auch der laufende Wertverlust durch Abschreibungen zu berücksichtigen ist. Diese Abschreibungen orientieren sich an der für den Verein anzunehmenden Nutzungsdauer des jeweiligen Gutes. Als Orientierung können die Abschreibungstabellen der Steuerbehörden dienen.
Wenn ein Verein Abteilungsbeiträge abrechnet, können die Kosten auch unmittelbar nach Gesamtverein und Abteilungen abgerechnet werden.
Beitragsüberprüfung
Dieser auf ein Jahr bezogene Betrag ist nun durch eine Mitgliederzahl zu teilen, welche vertretbar für die Mitgliederentwicklung im betrachteten Jahr steht. Vorschlag:
Die ermittelten Kosten des Jahres sind durch die entsprechende Mitgliederzahl zu teilen. Damit lässt sich sehr deutlich erkennen, zu welchem Anteil die Mitgliedsbeiträge die Kosten des Vereinsbetriebes decken. Anders herum sagen diese Daten aus, welcher Anteil der Vereinsfinanzen durch zusätzliche Finanzquellen gedeckt werden muss.
Gleichzeitig bietet diese Übersicht einen Ansatzpunkt für die Diskussion von Einsparungsmöglichkeiten insbesondere im Vorfeld von Beitragserhöhungen.
Letzte Änderung: 16.02.2012
Inhalt: Prof. Dr. Ronald Wadsack